Der neue JAEB stellt sich vor

Liebe Eltern,

die Wahl ist beendet und die Steckbriefe wurden Aufgrund des Datenschutztes entfernt.

Hier der neue JAEB Oberhausen:

Michaela Müller – Vorsitzende und JHA (Kath. KTE St. Michael)
Claudia Walther – Vorsitzende und Kassenwart (Kath. KTE St. Katharina)
Jennifer Binder – LEB Delegierte (KTE Löwenzahn)
Stefanie Bußkamp-Heek – LEB Vertretung (Kath. KTE Christ König)
Jacqueline Görlitz – Vertretung JHA und social media(KTP Purzelbaum)
Janine Behmerburg – social media (Städt. KTE Stader Weg)
Lena Küppers – Schriftführerin (Städt. KTE Königshardt)
Jennifer Strothe – Schriftführerin und Presse (KTP Lilliput)
Carsten Kopschütz – Kassenwart und Internetseite (Städt. KTE Stadtmitte)
Kristin Algermissen (KTE Schatzkiste)
Nadine Zels – Runder Tisch (Ev. KTE Sonnenstrahl)
Nadine Chicano-Tizon (Städt. KTE Alstaden West)

Dieses Jahr konnten wir zusätzlich ein ehemaliges Mitglied des vorangegangenen JAEB als Ehrenmitglied gewinnen.
Denise Bechtel wird uns daher auch in diesem Jahr tatkräftig unterstützen.

Wir danken euch für das Vertrauen und starten engagiert in ein neues und vorallem interessantes Kitajahr.

Euer JAEB Oberhausen

Neuer JAEB Oberhausen von links: Carsten Kopschütz, Jaqueline Görlitz, Jennifer Strothe, Stefanie Bußkamp-Heek (vorne), Jennifer Binder (hinten), Nadine Zels, Claudia Walther, Michaela Müller und Lena Küppers.
Auf dem Foto fehlen: Janine Behmerburg, Nadine Chicano-Tizon und Kristin Algermissen

Ehrenmitglied Denise Bechtel

Positionspapier

Liebe Eltern,
 
Wir sind im Dialog mit dem Jugendamt und hoffen, dass wir unsere Ergebnisse zu unserer Elternbefragung bald mit den Trägern diskutieren können.
 
Zwischenzeitlich haben wir bereits ein Positionspapier zur aktuellen Betreuungssituation erstellt, dass wir euch ebenfalls gerne zur Verfügung stellen wollen.
 
Wir bleiben dran und machen uns stark für unsere Kinder. Es muss was passieren.
 
Euer JAEB Oberhausen

Brief an das Familienministerium einer verzweifelten Mutter

Heute hat uns die E-Mail einer Mutter erreicht, die sich an das Familienministerium wendet. Mit ihrem Einverständnis veröffentlichen wir sie hier anonymisiert:

 

Sehr geehrter Herr Stamp,
Mein Name ist xxxxxxx, Mutter von 2 Kindern, berufstätig und Elternvertreterin einer U3 Gruppe eines Familienzentrums in Oberhausen.
Für mich und viele andere Eltern waren die neusten Informationen zum Fahrpland er Öffnung der Kinderbetreuung absolut ernüchternd. Das Gefühl überwiegt, dass Alles geöffnet wird, nur die Kindergärten und Schulen nicht.
Die Aussage die im Raum steht, dass erst ab September ein eingeschränkter Regelbetrieb stattfinden soll, ist für die berufstätigen Eltern eine Katastrophe.
Hier kann ich nur für uns persönlich sprechen, aber davon abgesehen, dass die Kinder so zu kurz kommen ist für uns ist die gegenwärtige Betreuungssituation auch nicht mehr viel länger tragbar: Wir arbeiten beide, im Moment im Homeoffice aber bei voller Arbeitszeit. Die Kinderbetreuung decken wir im Moment noch durch Urlaub und mit der Hilfe von Schwager und Schwägerin ab, deren Kinder aber mittlerweile Anspruch auf Notbetreuung haben. Das geht bis zu den Sommerferien noch irgendwie. Danach stehen wir dann allerdings ohne Betreuung und ohne weitere Urlaubstage da.

Ich denke so geht es vielen. Deshalb möchte ich nochmal darauf Aufmerksam machen, dass da irgendeine Lösung her muss. Das schaffen wir so nicht ohne im Zweifel gravierende finanzielle Einbußen in Kauf zu nehmen (durch Reduzierung unserer Arbeitszeit). Auch die verfügbaren staatlichen Leistungen (Lohnersatz wegen Kita- und Schulschließung) reichten von ihrer Laufzeit her (6 Wochen) nicht aus um die zu erwarteten benötigten Betreuungszeiten abzudecken. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass anders als beim Kurzarbeitergeld in seiner jetzigen Form die Leistungen auf 67% bzw. 2016€ begrenz sind.

Entegegen der Überlegungen im letzten Elternbreif würden außerdem auch 1-2 Tage Kinderbetreuung in der Woche schon sehr helfen – alles ist besser als nichts.

Es kann ja durchaus sein, dass die Pandiemie noch über einen Längeren Zeitraum besteht und da brauchen wir trotzdem eine Lösung für Alle. Ansonsten ist ein enormer Kollateraschaden nicht nur für die Familien sondern auch für unsere Arbeitgeber zu erwarten. Und wenn es überhaupt nicht mehr möglich ist Beruf und Familie in Einklang zu bringen werden auch wir irgendwann keine andere Lösung mehr haben als doch schlussendlich auf die Großeltern (70+, Risikogruppe) zurückzugreifen, deren Schutz ja ursprünglich für die ergriffenen Maßnahmen ist.

Vielen Dank und beste Grüße

xxxxxxx

Stark belastet und von Ängsten geplagt – Oberhausener Kita-Eltern macht die aktuelle Situation zu schaffen

Die größten Sorgen machen sich die Mütter und Väter um die
soziale Entwicklung ihrer Kinder, so eine Umfrage des
Oberhausener Stadtelternrates JAEB

„Die hohe Beteiligung an unserer Umfrage zeigt deutlich, wie sehr die aktuelle
Situation die Eltern beschäftigt“, erklärt Vorsitzende Michaela Müller vom
JAEB. „Dass sich fast die Hälfte der Eltern stark oder sogar sehr stark belastet
fühlen ist alarmierend“.

An der Umfrage haben sich vom 20. bis 30. April mehr als 850 Personen beteiligt.
Mehr als drei Viertel von ihnen sind aktuell berufstätig, allerdings können von
diesen nur etwas mehr als die Hälfte von zu Hause arbeiten.

Die meisten Eltern betreuen ihre Kinder nach eigenen Angaben zu Hause. Nur
wenige nehmen die Notbetreuung in der Kita in Anspruch, obwohl mehr als ein
Drittel angeben, einen Anspruch auf einen Not-Platz zu besitzen.

Nahezu die Hälfte der Eltern hat Angst davor, dass die aktuelle Situation die
soziale Entwicklung ihrer Kinder beeinträchtigt. Die wenigsten Eltern machen
sich Sorgen um sich selbst und ihre eigene Lage.

„Eine hohe eigene Belastung, Angst vor der Isolation ihrer Kinder, zu wenige
Möglichkeiten um von zu Hause zu arbeiten – das sind Zustände, die in dieser
Kombination auf Dauer so nicht tragbar sind“, so Denise Bechtel, die den JAEB im
Jugendhilfeausschuss der Stadt vertritt. „Die Eltern benötigen dringend Angebote
und Entlastung – und das ist nicht unbedingt nur die Notbetreuung, die viele aus
Angst gerade nicht in Anspruch nehmen.“

So geben mehr als ein Drittel der Eltern an, sie wünschten sich eine Lockerung
des Kontaktverbotes. Andere meinen, über Lockerungen nachzudenken sei jetzt
noch nicht angebracht. Wieder andere wünschen sich die Öffnung von Zoos oder
Spielplätzen, die teilweise bereits erfolgt oder geplant ist.

„Die Eltern sind hin- und hergerissen, was in dieser besonderen Situation auch
verständlich ist. Mehr als die Hälfte von ihnen hat dazu noch das Gefühl, dass die
Politik nicht an ihren Bedürfnissen und Problemen interessiert ist“, so Michaela
Müller. „ Deshalb ist uns wichtig, dass die Ergebnisse unserer Befragung Einzug
finden in die politischen Diskussionen zwischen Stadtspitze, Rat der Stadt und
allen Beteiligten, auch den Gesprächspartnern auf Landesebene. Es gibt eben
nicht nur die Abwägung zwischen Gesundheit auf der einen und Wirtschaftskraft
auf der anderen Seite – die Eltern von Kita-Kindern und die Kinder selbst
bewegen sich genau in diesem Spannungsverhältnis und sind ebenfalls ein
Faktor, der in Entscheidungen einbezogen werden muss.“

Der JAEB wird die Ergebnisse der Befragung der Verwaltungsführung, dem
Jugendhilfeausschuss, dem Jugendamt und den Trägern der Oberhausener Kitas
zur Verfügung stellen.

„Wir als JAEB sind nicht dafür da, Lösungen zu suchen oder vorzuschlagen – das
ist Aufgabe von Politik und Verwaltung. Wir regen nur dringend an, in diesen
Prozess auch die Eltern, mit ihren Ideen und auch Problemen, mit einzubeziehen.
Gerade, wenn es um mögliche Entlastungen geht“, so Anika Michaelis. „Deshalb
ist jetzt, vor dem Hintergrund der Empfehlungen der Familienministerkonferenz,
der richtige Zeitpunkt gekommen, um auch die Eltern in eine konstruktive
Diskussion aktiv einzubinden.“

Die Ergebnisse dieser Befragung finden Sie hier:

Ergebnisse der Elternbefragung des JAEB Oberhausen vom 05. Mai 2020

Verfasst von: Marc Peters